GEDANKEN

    Steine, Kies, Mineralien, große und kleinere Wunder der Natur.
Mal farbig im durchdringenden Schein glitzernd,
mal unbemerkt, wenn ihr Silbergrau im Flussbett nicht aufleuchtet.
Kannst sie berühren, bewundern, studieren;
kannst auch ihre Teile, Farben, Form und Linien untersuchen;
dann Alles neu begreifen und nach neuen Regeln zusammenstellen.
Aus diesen geliehenen Elementen setzt sich die Komposition,
mehr als eine einfache Abbildung zusammen.
Sie trägt nicht nur Spuren der Tiefen oder des Bachbettes,
sondern auch
die Fingerabdrücke des Künstlers.
Das ist aber noch keine Tapisserie; dazu sind viele-viele,
dicht
nebeneinander verlaufende,
sich auf einander abstützende und verwobene
Fäden notwendig;
auch kaum sichtbare, dünne,
um durch ihr Wibrieren
die Fläche zum Leben zu verhelfen.
So wird Textil geboren;
der Dialog Fäden und Stoffe schafft so Texturen und
 Strukturen.
 
    Steine, Kies und Mineralien haben diese meine Gedanken erweckt,
und das möchte ich ihnen in dieser Ausstellung zeigen.
 
                                                                            Annamária Móré-Sághi    

STEINE 2013